Nutzungskonzept für Bahnhofsgebäude

Die SPD Frankenberg fordert bereits seit Mitte letzten Jahres die Vorlage eines Nutzungskonzeptes für das Bahnhofsgebäude. Bislang fehlten konkrete Planungen für Maßnahmen zur Nutzung des Empfangsgebäudes sowie zu deren Umsetzung. Mit einem Antrag wollen die Frankenberger Genossen nun Fakten schaffen.

„Die Idee eines ärztlichen Versorgungszentrums ist grundsätzlich gut. Allerdings ist die Lage einer solchen Einrichtung entscheidend“ erklärt der Ortsvereinsvorsitzende Volker Hess den Vorstoß von Fraktion und Ortsvereinsvorstand. „Das Bahnhofsgebäude liegt in der „Neuen Frankenberger Mitte“ und wird in naher Zukunft mit dem Omnibusbahnhof und dem Bahnanschluss über einen optimalen Verkehrsanschluss verfügen“ ergänzt Fraktionschef Dr. Hendrik Sommer. Während der Frühjahrsklausurtagung diskutierten die Frankenberger Genossen intensiv die Standortfrage und erörterten auch alternative Nutzungsmöglichkeiten. Dabei wurde schnell klar, dass das vorhandene ärztliche Versorgungszentrum im Bockental zu weit vom Zentrum entfernt ist. Durch eine Verlegung in das Bahnhofsgebäude könnten weitere Synergien geschaffen werden. „Wir erhoffen uns durch diese Ansiedlung eine Stärkung der Innenstadt. Außerdem glauben wir, dass durch diese Maßnahme das Kreiskrankenhaus gestärkt wird. Insofern werben wir überparteilich für eine Zustimmung für unseren Antrag bei allen im Stadtparlament vertretenen Parteien“ so Sommer weiter.

Hintergrund

Mit der Reaktivierung der Bahnstrecke Frankenberg-Korbach ist im letzten Jahr kurzfristig die Möglichkeit entstanden, das Bahnhofsumfeld in Frankenberg unter Einsatz von Fördermitteln neu zu gestalten. Die SPD Frankenberg hat dieses Vorhaben ausdrücklich begrüßt und unterstützt, gleichzeitig aber von Anfang an gefordert, in diesem Zusammenhang auch ein Nutzungskonzept für das stark sanierungsbedürftige Empfangsgebäude vorgelegt zu bekommen. Auch wenn hinter verschlossenen Türen verschiedene Möglichkeiten zur Nutzung des Gebäudes diskutiert wurden, so wurde den Stadtverordneten bislang kein Nutzungskonzept als Beschluss vorgelegt, wenngleich im Haushalt für das Jahr 2014 bereits Mittel für die Sanierung des Gebäudes eingestellt wurden. Aus diesem Grund hatte die SPD-Fraktion für diese Mittel einen Sperrvermerk beantragt.